Unbefriedigend.

Limit - Frank Schätzing

Die Prämisse ist interessant, trägt aber die weit über tausend Seiten nicht.

 

Die Geschichte liest sich abwechselnd wie ein Action-Film und ein Besinnungsaufsatz. Rechts und links fallen vorher teils mehr, teils weniger aufwändig eingeführte Figuren um und sind tot. Das ist einerseits nicht schlimm, da keine der Figuren sorgfältig genug aufgebaut war, dass es einem um sie leidtut, andererseits ist es aber sehr ermüdend.

 

Schätzing hat die Möglichkeiten, die er mit seinem teils dystopischen, teils utopischen Setting gehabt hätte, nicht ausgenutzt. Er hat zwar die eine oder andere meist blutleere Abhandlung zu sozialen, politischen, wirtschaftlichen und Umweltfragen eingeschlossen, aber eine echte Auseinandersetzung oder Einbettung in die Handlung findet kaum statt. Stattdessen hat er einen unnötig langen Krimi mit zu vielen Nebenplots geschrieben, der hin und wieder recht spannend war, alles in allem aber - genau - unbefriedigend.

 

Ich als erklärte "Wiederleserin" werde das Buch eher nicht nochmal lesen.

 

Kommt nicht ins Regal, sondern geht in die Tauschbörse.